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Hello World! It’s Raphaela

 

 

yoga8_mittellegere Baum-Pose mit Baum-Freunden

 

 

Warum beschließt man „fit“ zu werden?
Die eigentliche frage ist Warum nicht? Und wie definiert man „fit“?  (Und wessen Definition leben wir gerade?)

Eigentlich höhrt man an jeder Ecke vom Fitness-Craze, dass Sport gesund für Geist und Körper ist. Dein Doktor sagt dir das vermutlich auch bei jedem Checkup, dass ein bisschen laufen nicht schaden würde. Oder wenigstens spatzieren gehen.
Tief in deinem Herzen weißt du dass er/sie Recht hat. Dass du dich wirklich besser fühlen würdest.
Aber warum ist es dann so schwer sich von der Couch zu erheben, sich zu bewegen und die Chips aus der Hand zu geben.

 

„Ich will gar nicht abnehmen. Ich fühle mich okay so wie ich bin!“, sagt das Gehirn von jemandem.

„Ich will keine breiten Schultern und Oberarme. Ich will feminin aussehen und weiterhin in meine Kleider passen.“, sagt das Gehirn von jemand anderem.
„Leute die regelmäßig ins Fitness-Studio gehen sind Proleten und haben nichts im Hirn.“, sagt ein kleines Gehirn in der hinteren Reihe.

Ich hatte früher ebenfalls Probleme mit meinem Körper. Ich hatte das Gefühl ich müsste viel dünner sein um als „hübsch“ zu gelten.  Meine Hüften fand ich zu breit, meinen Busen zu groß und meine Haare waren sowieso zu lockig.
Die Mädchen und Frauen die ich in Film und Fernsehen sah, sahen gar nicht aus wie ich. Deswegen dachte ich, mit mir würde etwas falsch sein.

Als ich älter wurde hat sich mein ganzer Körper gegen den Gedanken „Fitness“ gesträubt. Weil es für mich hieß ich würde mich anpassen und zugeben dass die Leute im Fernsehn recht hatten und mit mir etwas nicht stimmte.  Ich wollte gegen den Druck kämpfen der Mädchen um mich herum in die Magersucht und Bulemie trieb und in folge dessen sogar bis in den Tod.
Heute heißt „Fitness“ für mich gesund und glücklich sein. Egal wie man das persönlich definiert. Ob du jetzt kurvig oder schmal oder total muskulös sein willst. Your body, Your rules.

Heute bin ich 24 Jahre alt, gut 10 Jahre älter als zu dem Zeitpunkt als ich mich das erste mal mit
diesen Gedanken auseinander gesetzt habe.
Jetzt studiere ich in an der Kunstuni in Linz.  Meine nicht-fitness Sachen könnt ihr auf freuleinbird.at finden. Aber die ist gerade under construction.
Vielleicht habt ihr schon mal einen typischen Kunstuni Studenten kennen gelernt. Sie trinken viel Kaffee und rauchen filterlose Zigaretten und wenn sie fertig sind mit Kaffee, trinken sie Rotwein. Und schlafen nicht viel. Aber hin und wieder fährt man mit seinem Fahrrad herum oder macht eine Performance und das sollte genug Bewegung sein. Lieber noch ein Bier trinken.
Allerdings weißt du nicht zu schätzen dass dein Körper das alles für dich aushält bis er einfach damit aufhöhrt.  Migräne, Magenschmerzen, Müdigkeit, Kreislaufprobleme sind nur ein Paar Symptome aus meinem Repertoir.
Spätestens an dem Punkt habe ich realisiert, dass ein Körper kein Auto ist, das man den netten Damen und Herren von der Werkstatt hinstellt und die alles wieder gut machen. Oder man kauft halt ein neues, wenn das alte aufgibt.
Ein Körper ist eher ein Schiff um das du immer hegen und pflegen musst, damit es dich durch die wilden Wellen der hohen See tragen kann. Wo das moderne Leben und die Stadt ihre Tentakeln gierig nach dir ausstrecken. Wenn dein Schiff sinkt, gehst du mit ihm unter.
Das bedeutet natürlich nicht dass ich gar nicht mehr selbstzerstörerisch bin. Das geht natürlich nicht von heute auf Morgen. Es bedeutet auch nicht dass ich nicht mehr auf Parties gehe, kein Bier mehr trinke oder ganz auf Zwiebelringe und Burger ganz verzichte.
Als meine Freundin Monika darüber geredet hat diesen Blog ins Leben zu rufen, sah ich eine Möglichkeit meinen „Leidensweg“ und den Weg hinaus zu teilen. Über Body-positivity zu reden und wie ich versuche die beste Version von mir selbst zu werden.
Es gibt eigentlich keinen besseren Weg als mit Freunden um sich.
Deswegen hoffe ich, dass ihr mit uns in See stecht.
Bussis, Raphaela

 

 



Eine Antwort zu “Hello World! It’s Raphaela”

  1. […] there is of course the point where your body goes “Fuck this!”, as I already said in my introduction. Fatigue,  headache, kidney pain and bad skin are things that I had to struggle with. Little did I […]

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